Für uns Christen ist Ostern das höchste Fest des Jahres. Im Zusammenhang vom Abend des Gründonnerstags bis hin zum Ostersonntag, auch Triduum genannt, gedenken wir der Feier des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern, seiner Gefangennahme und Verurteilung, seiner Hinrichtung am Kreuz, seiner Grablegung und seiner Auferstehung von den Toten. Jesus ist durch sein Leiden und seinen Tod hinübergegangen zu einem neuen Leben. Der Glaube an die Auferstehung ist der zentrale Punkt unserer christlichen Hoffnung.
Deshalb feiern die Christen an Ostern das Mysterium der Erlösung. Das christliche Osterfest hat jüdische
Wurzeln. Das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod steht im Zusammenhang mit dem jüdischen Pesachmahl, das die Juden bis heute zum Gedenken an ihre von Gott gewirkte Befreiung
aus der Sklaverei begehen. Und Jesus ist am Tag nach dem jüdischen Sabbat, am ersten Tag der Woche – also an einem Sonntag – den Frauen und den Jüngern als Lebender erschienen. Deshalb ist der
Sonntag, als der wöchentliche Tag der Auferstehung Jesu, älter als das jährliche Osterfest. Und deshalb wird Ostern nicht (wie etwa Weihnachten) an einem festen Datum gefeiert, sondern an einem
Sonntag, und zwar in Analogie zum jüdischen Pesachfest am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.
(05.04.2026)
Sonn- und Feiertag
8:30 Hl. Messe